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Kulinarische Erlebnisse originalgetreu gewürdigt

Bauernherbst. Wildwochen. Zeiten ganz im Zeichen der Kulinarik. Und natürlich will der Koch oder die Köchin das Essen entsprechend gewürdigt wissen. Hier deshalb für jene Gäste die an unseren sprachlichen Ausdrucksformen interessiert sind ein kurzer Guide, wie man sich als Einheimischer ausdrückt ob es sehr gemundet hat oder eben auch nicht.

Diesem Gericht ist anzusehen, dass das mundartliche Prädikat "gar nit laob" höchstangemessen ist. © Tourismusverband Großarltal

Diesem Gericht ist anzusehen, dass das mundartliche Prädikat “gar nit laob” höchstangemessen ist. © Tourismusverband Großarltal

Der Sprachausformung unserer Mundart ist zu Eigen, dass sie zu eher nüchterner (leicht trockener) Beurteilung neigt und dass sie, um etwas Positives auszudrücken, dies oft über die doppelte Verneinung tut. Das ist durchaus etwas gewöhnungsbedürftig.

Gut, nun steigen wir ein in die professionelle, mundartliche Beurteilung ob etwas vorzüglich mundet oder gerade noch genießbar war.

Wenn etwas „nit u’gschmachig“ (wortwörtlich: „nicht ungeschmackvoll“) ist, dann ist das für den Koch/die Köchin schon einmal die halbe Miete. Denn dies bedeutet, dass etwas von grundsätzlich gutem Geschmack und würzig ist. Meist ist das nur ein Ersturteil, bestenfalls eine Zwischenbilanz. Da kann noch was schiefgehen.

Ist man mit dem Essen fertig dann antwortet man auf die Frage “Hat’s ei gschmeckt?” – mundartlich makellos – wie folgt:

 

Hochdeutsch Großarltaler Mundart
Es war vorzüglich gar nit laob
Es war ganz in Ordnung, aber auch keine Glanzleistung tuat scho
Es ging gerade noch tuat netta
War nichts Besonderes, schon eher an der Grenze zur Ungenießbarkeit nit rar

 

Ein kleiner Sicherheitshinweis: etwas Vorsicht ist im Einsatz dieser mundartlichen Essensbeurteilung angebracht. Es soll schon vorgekommen sein, dass man sich nicht nur am Essen sondern auch am anschließenden Lob die Zunge verbrannt hat. Sogar das höchste mundartliche Essenslob „gar nit laob“, was sinngemäß “es war vorzüglich” bedeutet, hat durchaus mundartaffine Köchinnen – anscheinend – schon zur Weißglut gebracht. Weil es sich nicht nach Lob in den höchstmöglichen Tönen anhört. Aber mehr sieht unsere Sprache einfach nicht vor. Also seien Sie vorsichtig im praktischen Einsatz, wenn die künftige Schwiegermutter das erste Mal für Sie kocht. Oder Ihre Chefin. Oder der Koch von eher muskulöser Statur ist.

So, mit wichtigem Handwerkszeug wären Sie einmal ausgestattet. Einsetzbar ist das bei vielen Hochgenüssen im Herbst, nachstehend eine kurze Zusammenstellung. Meuzeit.

  • 27. 08. – 01. 10. 2017: Bauernherbst-Spezialitäten im Schützenhof
  • 29. 09. – 08. 10. 2017: Wildspezialitäten beim Gasthof Talwirt
  • 05. 10. – 22. 10. 2017: Wildtage im Aschaustüberl (jeweils Do bis So)
  • 08. 10. – 15. 10. 2017: Wildspezialitätenwoche im Hotel Großarler Hof
  • 10.10. – 15.10.2017: Wildtage im Kaminstadl
  • 20. 10. – 29. 10. 2017: Wildspezialitätenwoche im Hotel Auhof

 

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